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Nov. 02

Papierlos arbeiten in der Funktionsdiagnostik: Wie digitale Prozesse den Praxisalltag erleichtern

Befunde ausdrucken, Kurven abheften, Untersuchungsergebnisse einscannen und Dokumente manuell zuordnen: In vielen medizinischen Einrichtungen gehören solche Arbeitsschritte noch immer zum Alltag. Dabei entstehen gerade in der Funktionsdiagnostik zahlreiche Daten, die digital erfasst, dokumentiert und weiterverarbeitet werden können. Papierloses Arbeiten bietet hier die Chance, Abläufe effizienter zu gestalten, Informationen schneller verfügbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen zu erleichtern.

Doch was bedeutet papierloses Arbeiten in der Funktionsdiagnostik eigentlich? Und worauf kommt es an, damit aus einzelnen digitalen Untersuchungen ein durchgängiger Workflow wird?

Was bedeutet papierloses Arbeiten in der Funktionsdiagnostik?

Papierloses Arbeiten bedeutet mehr als den Verzicht auf den Ausdruck eines Befundes. Im Idealfall werden alle relevanten Schritte einer Untersuchung digital abgebildet: von der Übernahme der Patientendaten und der Untersuchungsanforderung über die Aufzeichnung und Auswertung bis hin zur Befundung und Archivierung.

Das betrifft unterschiedliche Bereiche der Funktionsdiagnostik. Dazu gehören beispielsweise Ruhe- und Belastungs-EKGs, Langzeit-EKGs, Langzeit-Blutdruckmessungen und Lungenfunktionsuntersuchungen. Werden die Ergebnisse zentral verwaltet und in bestehende Praxis- oder Krankenhausinformationssysteme eingebunden, müssen Informationen nicht mehr mehrfach erfasst oder manuell zwischen verschiedenen Anwendungen übertragen werden.

So entsteht ein durchgängiger digitaler Prozess, bei dem die Untersuchungsergebnisse dort verfügbar sind, wo sie für die weitere medizinische Arbeit benötigt werden.

Welche Vorteile bieten digitale Workflows?

Ein wesentlicher Vorteil papierloser Prozesse liegt in der Zeitersparnis. Wenn Patientendaten automatisch übernommen und Untersuchungsaufträge digital bereitgestellt werden, entfallen viele manuelle Arbeitsschritte. Auch die Befundung kann direkt am Bildschirm erfolgen. Untersuchungsergebnisse lassen sich speichern, wieder aufrufen und bei Bedarf mit früheren Aufzeichnungen vergleichen.

Darüber hinaus verbessert eine zentrale Datenverwaltung die Übersicht. Befunde und Kurven müssen nicht mehr in verschiedenen Papierakten gesucht werden, sondern können strukturiert und entsprechend den Zugriffsrechten abgerufen werden. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen medizinischem Fachpersonal und Ärztinnen und Ärzten, insbesondere wenn mehrere Untersuchungsräume oder Standorte beteiligt sind.

Auch die Archivierung profitiert von digitalen Lösungen. Daten können langfristig strukturiert gespeichert und bei Bedarf weitergegeben werden. Das reduziert nicht nur den Papierverbrauch, sondern schafft auch eine bessere Grundlage für eine einheitliche Dokumentation.

Vernetzung ist der Schlüssel zu durchgängigen Prozessen

Damit papierloses Arbeiten im Alltag funktioniert, müssen die einzelnen Systeme miteinander kommunizieren können. Ein digitales EKG-Gerät allein macht noch keinen vollständig papierlosen Workflow. Entscheidend ist, dass Patientendaten, Untersuchungsaufträge und Ergebnisse zwischen den eingesetzten Anwendungen ausgetauscht werden können.

Hier spielen Schnittstellen wie HL7, DICOM oder GDT eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen – abhängig von der jeweiligen Systemkonfiguration – die Kommunikation zwischen diagnostischen Geräten, Praxisverwaltungssystemen, Krankenhausinformationssystemen und digitalen Patientenakten. So können beispielsweise Untersuchungsdaten übernommen und fertige Befunde wieder an das übergeordnete System zurückgegeben werden.

Die Interoperabilität, also die Fähigkeit unterschiedlicher IT-Systeme, Daten strukturiert auszutauschen und weiterzuverarbeiten, gewinnt im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung. Auch der Europäische Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS) verfolgt das Ziel, den sicheren und standardisierten Austausch elektronischer Gesundheitsdaten zu verbessern.

Datenschutz und Datensicherheit nicht vergessen

Mit der Digitalisierung medizinischer Dokumentation steigen auch die Anforderungen an den Schutz sensibler Gesundheitsdaten. Ein papierloser Workflow muss deshalb von Anfang an datenschutzgerecht und sicher geplant werden.

Dazu gehören geregelte Zugriffsrechte, persönliche Benutzerkonten und eine sichere Datenübertragung. Ebenso wichtig sind eine zuverlässige Datensicherung und klare Verantwortlichkeiten für die Verwaltung der Systeme. Nicht jede Person benötigt Zugriff auf sämtliche Patientendaten. Rollen- und Rechtekonzepte helfen dabei, den Zugriff auf die jeweils erforderlichen Informationen zu beschränken.

Auch die Benutzerfreundlichkeit sollte bei der Auswahl einer digitalen Lösung berücksichtigt werden. Systeme müssen sich in die bestehenden Arbeitsabläufe integrieren lassen und im täglichen Einsatz intuitiv bedienbar sein. Denn nur wenn die Anwenderinnen und Anwender die digitalen Prozesse akzeptieren und sinnvoll nutzen können, entsteht ein tatsächlicher Mehrwert.

Papierlose Funktionsdiagnostik mit SCHILLER SEMA

Für die zentrale Verwaltung und Auswertung diagnostischer Daten bietet SCHILLER mit SEMA ein Datenverwaltungssystem für die kardiopulmonale Funktionsdiagnostik. Es ermöglicht, unterschiedliche Untersuchungsdaten an einem zentralen Arbeitsplatz zusammenzuführen, zu verwalten und zu archivieren.

SEMA unterstützt unter anderem Ruhe- und Belastungs-EKGs, Langzeit-EKGs, Langzeit-Blutdruckmessungen sowie Spirometrie und weitere Lungenfunktionsuntersuchungen. Befunde und Aufzeichnungen können zentral eingesehen und bearbeitet werden. Durch die Anbindung an übergeordnete Systeme lassen sich Daten außerdem in bestehende IT-Strukturen integrieren.

Für die Kommunikation mit Praxis- und Krankenhausinformationssystemen sowie weiteren Anwendungen unterstützt SEMA verschiedene Schnittstellen und Exportformate, darunter HL7, DICOM, GDT und PDF. Rollenbasierte Benutzerrechte und eine zentrale Datenverwaltung unterstützen dabei strukturierte Arbeitsabläufe und einen kontrollierten Zugriff auf Patientendaten.

Mehr über die Möglichkeiten erfahren Sie auf der Seite zum SEMA Datenverwaltungssystem von SCHILLER.

Der nächste Schritt: Weniger Papier, mehr Zeit für die Diagnostik

Papierloses Arbeiten ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass digitale Prozesse den medizinischen Alltag tatsächlich erleichtern. Wenn Untersuchungsdaten automatisch übernommen, Befunde zentral verwaltet und Ergebnisse ohne Medienbrüche weitergegeben werden können, profitieren sowohl die Organisation als auch die tägliche Arbeit in der Funktionsdiagnostik.

Der Weg dorthin beginnt mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Systeme und Arbeitsabläufe. Welche Untersuchungen sollen digital dokumentiert werden? Welche Schnittstellen werden benötigt? Und wie lassen sich die bestehenden Anwendungen sinnvoll miteinander verbinden?

SCHILLER Medizintechnik unterstützt medizinische Einrichtungen mit Lösungen für eine vernetzte kardiopulmonale Diagnostik. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten des SEMA Datenverwaltungssystems und gestalten Sie Ihre Funktionsdiagnostik Schritt für Schritt digitaler.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen fachlichen Information. Die konkreten Möglichkeiten der Systemintegration hängen von der jeweiligen technischen Ausstattung und Konfiguration ab.

Literatur und weiterführende Informationen

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